10 Jahre Bassari

Heute vor genau 10 Jahren wurde unser Bassari Verein gegründet. In dieser Zeit ist viel passiert und hier kannst du sehen, was wir alles für Projekte verwirklicht haben.

Angefangen hat alles im Senegal, in Salemata, einer abgelegenen Region im Osten des Landes, dem sogenannten „Bassari-Land“, wo auch unser Vereinsname herstammt. Dort ersetzten wir die alte Busch-Schule durch den Neubau eines Schulgebäudes mit 3 Klassenzimmern.

Wir unterstützten das Internat in Salemata, welches sehr wichtig ist, um den Kindern in dieser abgelegenen Region eine Chance auf Bildung zu ermöglichen. Da es dort keinerlei öffentliche Verkehrsmittel gibt, ist das Internat um so wichtiger…

2013 unterstützten wir ebenfalls in Salemata eine Frauengruppe, welche ein Gartenprojekt verwirklichen wollte, jedoch nicht genügend finanzielle Mittel hatten. So entschlossen wir uns, unter anderem die Finanzierung einer Umzäunung zu übernehmen, damit ihr mühsam gezogenes Gemüse von gefrässigen Tieren geschützt ist.

Bei unseren Aufenthalten im Bassari-Land hängten wir einige Schaukeln für die Kinder auf. Die meisten kannten so etwas garnicht und waren anfänglich noch sehr zurückhaltend, fanden aber bald Freude daran …

2014/2015 bauten wir im sehr abgelegenen und schlecht erreichbaren Atoumar eine kleine Schule. Der Bau dauerte etwas länger, da diese Ortschaft nicht das ganze Jahr hindurch mit schwerem Gerät erreichbar ist.

2014 bis 2016 finanzierten wir Jean-Paul Bindia, einem jungen Mann aus Ethiolo die Ausbildung zum Krankenpfleger. Da die Krankenversorgung in dieser Gegend sehr schlecht ist, erschien uns das genau das richtige. Jean-Paul musste zum Studium nach Dakar, versprach uns jedoch, er wolle sofort nach seiner Ausbildung ins Bassari-Land zurückkehren um seinen Mitmenschen im Dorf und Umgebung zu helfen.

2014 legten wir den Grundstein für unser Kinderheim in Tansania. Wir Gründeten den Bassari Community Empowerment & Development in Tansania/Arusha, um ein Kinderheim aufbauen zu können (was jedoch noch einige Zeit in Anspruch nahm).

Um auf der Suche nach einem geeigneten Standort für das Kinderheim mobil zu sein, kauften wir 2016 einen Toyota LandCruiser, welcher bis heute ein treuer Begleiter ist.

2016 haben wir nach langem suchen endlich einen geeigneten Standort für unser Kinderheim gefunden. Die Suche gestaltete sich als eher schwierig, da alles zusammenspielen musste, Haus, Behörden, Lage,…

Im Januar 2017 reisten Yvonne und Peter, nach monatelangem warten auf ihre Aufenthaltsgenehmigung, für unbestimmte Zeit nach Tansania. Voller Tatendrang fingen sie an, das Kinderheim aufzubauen. So kümmerte sich Yvonne um sämtliche Papiere, Genehmigungen und Behördengänge und Peter begann mit der Renovierung und und fertigte sämtliche Möbel für das Kinderheim an.

Doch dann, nach vielen vielen Arbeitsstunden, Behördengänge, Vertröstungen und Versprechungen der Behörden war es nach 9 Monaten endlich soweit und die ersten drei Kinder zogen§ ein.

Ende 2017 kam Jesca, das vierte Kind hinzu und ein paar Monate später die kleine Princess und ihr Bruder Elia.

2019 erhöhten wir die Anzahl unserer Kinder auf acht und so zog noch Sharon und Alvin ein. Es ist jetzt eine echt tolle Truppe, die grossen vier, Sharon, Jesca, Elia und Brayton gehen schon zur Schule und die vier kleineren Princess, Glory, Jovin und Alvin geniessen hingegen noch die Zeit Zuhause mit spielen und unserem hauseigenem Kindergarten.

Wir schauen auf die 10 Jahre zurück und glauben selbst kaum, was wir alles in dieser Zeit erreicht haben. Es gab immer wieder Rückschläge und schwierige Zeiten und doch haben wir uns immer wieder aufgerafft und weiter gemacht. Es kommen uns fast die Tränen, wenn wir die acht Kinder auf den Fotos sehen, wissend woher sie kommen und welcher Weg nun vor ihnen liegt. Es erfüllt uns mit solch grosser Freude und auch ein bisschen Stolz, all dies geschafft zu haben – wobei ein gutes Gottvertrauen immer sehr hilfreich war.

Aktuell wirft uns das Corona Virus ein bisschen Sand ins Getriebe – ich, Peter, weiss nicht, wann ich das nächste Mal nach Tansania fliegen kann. Es brennt mir wie Kohle unter dem Hinter und ich kann es kaum erwarten. Aber wenn ich auf die 10 Jahre und all die Hindernisse zurück schaue, weiss ich, dass wir auch diese Krise erfolgreich überstehen werden. Wir folgten stets unserem Herzen bei der Realisierung unseres #Herzenprojekts und werden es auch in Zukunft tun.

Vielen Dank euch für eure Unterstützung während den 10 Jahren und euer Vertrauen in uns und unsere Vision. Auf weitere erfolgreiche 10 Jahre, in denen wir noch mehr Kinder in Not erreichen werden. Asante sana.

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