Es ist tatsächlich soweit

Wir glauben es selbst noch nicht recht, doch heute Mittag sind die ersten Kinder ins Bassari Kinderheim eingezogen.

Vor zehn Tagen bekamen wir die Bestätigung der Behörden, dass wir alle Auflagen erfüllten und nun tatsächlich mit unserem Herzensprojekt anfangen dürften. Wir besuchten Kinder, die wir schon von früheren Hausbesuchen kannten aber auch bis dato unbekannte. Er kristallisierten sich drei Kinder heraus, die dringend Hilfe brauchen und zudem unsere Kriterien erfüllten. Letzte Woche brachten wir sie noch zu einem medizinischen Check up ins Krankenhaus und heute sind sie eingezogen. So schnell gings jetzt, man kann sich gar nicht mehr vorstellen, wie lange wir darauf gewartet haben. Yvonne traute bis heute Mittag der ganzen Sache noch nicht ganz und rechnete in jedem Moment mit einem Anruf von den Behörden, sie hätten jetzt doch noch ein fehlendes Dokument gefunden. Doch das Telefon blieb stumm.

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Glory´s Großmutter gibt uns aus Dankbarkeit Bohnen, Spinat und Kartoffel mit auf den Weg.

So sammelten wir heute Vormittag die drei Kinder ein und empfangen sie mit einem großen Topf Spaghetti im Bassari Haus. Brighton (5) machte seinem Namen alle Ehre und strahlte von Anfang an wie ein Maikäfer. Kaum sind wir mit dem Auto vorgefahren, wollte er auch gleich schon einsteigen und endlich losbrausen. Bereits auf der Fahrt ins Krankenhaus zeigte sich seine Vorliebe für große Autos und Traktoren. Ein typischer Junge, halt 🙂 Der Jüngste, Jovin (3), hatte nach erster Vorfreude dann doch bisschen Heimweh und scheint noch nicht recht zu wissen, wie er die neue Situation einordnen soll. Glory hingegen (3) wurde von ihrer Großmutter liebevoll für den großen Tag herausgeputzt und erkundet jetzt neugierig die neue Umgebung.

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Willkommensessen

Von den Untersuchungen im Krankenhaus her kannten sich die drei bereits und es scheint, als hätten sie bereits Freundschaft geschlossen. So wird Jovin, der noch etwas ruhig und zurückhalten ist, von seinen zwei älteren „Geschwister“ fürsorglich an der Hand genommen und begleitet. Die Großen müssen sich schließlich um die Kleineren kümmern.

Es ist noch zu früh, um viel zu sagen. Wir sind irgendwie selbst noch nicht ganz in unseren neuen Rollen angekommen. Doch es fühlt sich richtig gut an. Beim gemeinsamen Anschauen des ersten Bilderbuchs haben die sechs Kinderaugen gestrahlt und sie konnten es kaum fassen, so viele Elefanten und Schlangen auf einmal zu sehen. So viele neue Eindrücke und es scheint, als saugen sie alles wie ein Schwamm auf. Sogar der Heimweh geplagte Jovin musste für einen Moment über die vielen bunten Tiere lächeln.

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Erste Runde Memory

In jedem einzelnen steckt solch ein großes Potenzial, das nur darauf wartet, entdeckt zu werden. Wir sind schon gespannt, was alles zum Vorschein kommen wird und geben unser Bestes, den Kindern eine glückliche und liebevolle Kindheit zu schenken. Soeben haben wir eine Gute Nacht Geschichte zusammen gelesen, Gott für den heutigen Tag gedankt und „Twinkle twinkle little star“ gesungen. Fast wie in einer ganz normalen Familie.

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2 Gedanken zu “Es ist tatsächlich soweit

  1. Das ist ja wunderbar! Drei kleine Kinder auf einmal, das ist ein großes Glück und eine große, wunderbare Aufgabe. Ich wünsche euch allen viel Kraft und Erfolg. Mit Gottes Segen wird alles gut gelingen. Ich freue mich auf weitere Nachrichten von euch und will euch gerne unterstützen.

    Viele Grüße aus Stuttgart an alle im tiefen Süden!
    Gabi

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